Seelen- und Hirnexhibitionismus

Freitag, Dezember 15, 2006

Videogames killed the Movie Star

(Soundtrack: Presidents of the United States of America – Video killed the radio star)

Ach, wo ist die Zeit geblieben? Wie begeistert saß ich mit 9 Jahren vor einem grünfarbigen Monitor des alten Sharp-Computers meines Vaters und war begeistert von Spielen wie „Pac-Man“ oder „Star Killer“, die trotz Strichmännchengrafik bereits gute 10 Minuten brauchten um von der lahmen Datakassette zu booten. Der Begriff PC, war noch längst nicht im Sprachgebrauch. Das änderte sich, als bei uns zu Beginn der 90iger der Commodore 128 ins Zimmer meiner Brüder einzog. - Eigentlich mehr eine Spielkonsole, die an einen Drucker angeschlossen eine mittelmäßige Schreibmaschine abgab und zum ersten Mal (von Musikkassetten abgesehen) Raubkopien en Vogue machte. Ich glaube, ich würde noch heute alle Warp Zones (zum Überspringen von Levels) im Super Mario-KlonGiana Sisters“ finden. Hach, wie viele Joysticks haben wir damals zerschrotet bei „Summer Games“, wie viele Pixelköpfe abgeschlagen bei „Barbarian“ und wie viele virtuelle Nasen eingehauen bei „International World Karate“? Obwohl diese Zeit lange vorbei ist, meine ich noch heute häufig Leute die damalige Programmiersprache „Basic“ sprechen zu hören, die ich immer noch nicht verstehe.

Ich würde heute noch nicht die Fußball- oder Tennisregeln verstehen, hätte ich nicht auf dem Super-Nintendo-Entertainment-System das aller, aller erste „Fifa Soccer“ oder „Jimmy Connors Tennis“ gezockt. Zudem war dies die erste Spielplattform, die den Trend auslöste, Kinofilme nach Vorlage von Videospielen zu drehen. Der Film zur wohl berühmtesten Spielfigur „Super Mario Brothers“ hatte mit dem Spiel so viel zu tun, wie Andreas Türck mit dem Grimme Preis. Gut die Protagonisten (Bob Hoskins als Mario) waren beide Klempner und es kam auch irgendwann ein niedlicher, kleiner Dino drin vor, der von jedem kleinen sitzpupenden Kinogänger, auch ohne Ähnlichkeit mit dem Original, als Yoshi identifiziert wurde. Ob jemand einen Film hätte sehen wollen indem ein grenzdebiler Klempner auf Schildkröten springt, Blumen isst und mit den Kopf Decken einstößt, sei allerdings mal dahingestellt. (Wie eine echte Super Mario-Verfilmung aussehen müsste, seht ihr Morgen). Weiterhin „durften“ Jean-Claude Van Damme und Kylie Minogue auch ohne Handlung „Street Fighter“ spielen, mit einer Qualität, dass man sich wünschte den Titel wieder in 16 Bit zu sehen. Christopher Lambert feierte nach seinen „Highlander“-Erfolgen in der Filmgewordenen Kloppbude „Mortal Combat“ seine Karriere als B-Movie-Darsteller. Komischer Weise bleibt bis Heute der Gameboyklassiker „Tetris“ unverfilmt.

(to be continued)

1 Comments:

OpenID wiqaeyas said...

It’s really a nice and helpful piece of information. I’m glad that you shared this helpful info with us. Please keep us informed like this. Thanks for sharing.

nolvadex

17 April, 2011 05:32

 

Kommentar veröffentlichen

Links to this post:

Link erstellen

<< Home