Seelen- und Hirnexhibitionismus

Mittwoch, Juni 28, 2006

Mensa Wars (immer zwei es sind)

(iTunes spielt: Weird Al Yankovich – Livin’ la vida yoda)

14:00 Uhr Unimensa: Studenten mümmeln friedlich ihren Schnitzelteller mit vor Glutamat triefender Soße, Lerngruppen brüten über Matheformeln oder sonstigen Kram und die Mensahilfen verwischen die Essenspuren der Studenten, denen es in ihren Augen wahrscheinlich eh zu gut geht, von den Tischen. Nur zwei Studenten scheinen etwas ganz anderes im Kopf zu haben. (Nein, weder knutschen sie noch tauschen sie Fussballbilder.)

Als ich mich, mit einem Stracciatella schlabbernder Weise, wieder zu meinen Kommilitonen setze, bemerke ich sie. Einen offenen Spielkarton mit kleinen, scheinbar handbemalten Star Wars- Figürchen vor sich, fachsimpeln die beiden so begeistert von ihrem Spiel, dass ich mir vorkomme, wie auf einer Sci-Fi- Convention.

Ich muss einfach zuhören. Sie sitzen ja direkt hinter mir. Es geht wohl um ein so genanntes Table-Top- Rollenspiel und die beiden Nerds scheinen schon ihre Schlachtzüge für den bevorstehenden Spieleabend zu planen.

Nerd 1: Die Spielparteien sind ja auch voll unrealistisch aufgeteilt oder nicht?
Nerd 2: Wieso?
Nerd 1: Na ja, dass die Kopfgeldjäger mit zu Jabba gehören, dass passt doch nicht.
Nerd 2: Ach komm, Boba Fett hat doch zumindest mal für Jabba the Hutt Aufträge erledigt.
Nerd 1: Ja, aber eigentlich arbeiten Kopfgeldjäger immer alleine. Vor allem Boba Fett.

Nerd 2: Jaaa, aber eine Klonarmee plus einen Jedi kann man immer mal spielen!

An diesem Punkt bemerkte ich, dass ich vor ich vor lauter Amüsement ganz vergessen hatte mein Eis weiter zu schlecken und konnte gerade noch mit einen beherzten Haps peinliche Flecken auf der Hose verhindern.

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