Seelen- und Hirnexhibitionismus

Montag, März 06, 2006

Jay’s shared Folder – Der Sampler

(gerade unter der Leselampe: Nick Hornby – High Fidelity)

„Do I feel miserable because I hear pop music or do I hear pop music because I feel miserable?” Diese Frage stellt sich nicht nur der Protagonist des oben genannten, sehr großartigen Romans. Angeregt von Herrn Monovinyl bastelte ich mir also einen Musik-Sampler der zumindest ansatzweise Biografische Züge trägt. Wer auch immer diese CD zugewichtelt bekommen hat, hier ist die kommentierte Tracklist:

1. Thomas D. feat Good Men Gone Bad - Rückenwind
Ein Song, der bei mir regelmäßig ein positives Aufbruchsgefühl stimuliert. Thomas D. publizierte den Song zum Anlass seiner musikalischen Wohnwagentour durch Deutschland. Bei mir war es immer ein Segelboot.

2. Blumentopf - Was der Handel?
Meiner Meinung nach, gibt es kaum einen Song, der die Merkwürdigkeiten des Balzverhaltens besser auf den punkt bringt.

3. Curse – Lass uns doch Freunde sein!
„Das geht an alle speziellen Frauen, die alles wollen und im Endeffekt gar nichts geben.“, sagt Curse selbst im Intro. Do I have to say any more?

4. Die Fantastischen Vier – Ganz normal (unplugged)
Ein sehr gesellschaftskritischer Song, dessen Appell (Verstell dich nicht, nur damit du besser Irgendwo reinpasst!) ich stark beherzige und verinnerlicht habe.

5. Fettes Brot – Ich hasse das
Björn Betons „Solo“- Nummern sind noch die besten. Der Text könnte auch ein Blogpost sein. Am besten finde ich die „Abi-Sticker am Polo“- Zeile.

6. Such a Surge – Augenblick
Eine ungewöhnlich ruhige, nachdenkliche Nummer von Surge. „Es ist genau dieser Augenblick, den ich eigentlich mit dir teilen müsste, denn er ist zu groß für mich. Ich wünschte du könntest sehen was ich grad sehe. Ich würde alles darum geben, dass du mitkommst wohin ich gehe.“ - Manchmal fehlt einfach jemand.

7. Gautsch – Den Abend
Noch ein Song, oder viel besser der Song über Disco balz verhalten. Besser kann man einen Klaus Lage- Song (Tausend und eine Nacht) nicht samplen. Ehrlich und Zynisch.

8. Gorillaz – Feel Good Inc.
Ich kenne keinen anderen Song, der gleichzeitig tanzbar aber auch düster melancholisch ist.

9. Caesars – It’s not the fall that hurts (it’s when you hit the ground)
Nicht ganz so ne Partynummer wie Jerk it out. Der Titel stimmt nicht ganz, denn die Landung bedeutet immerhin das Ende während der freie Fall ganz schön lange dauern kann.

10. Cake – I will survive

Gloria Gaynor lag angeblich mit einem gebrochenen Bein auf dem Krankenbett als sie die Idee für den Refrain bekam. Die Plattenfirma wollte aber einen Song über Herzschmerz. Nachdem die Hermes House Band daraus unverständlicherweise eine Party-Mitgröl-Nummer machte, interpretieren Cake den Text doch weitaus passender: So Mitleids erregend und untröstlich, dass es schon fast wieder lustig ist.

(to be continued)

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