Seelen- und Hirnexhibitionismus

Montag, März 13, 2006

Die letzte Schlacht

(I-Tunes spielt: James Blunt - Goodbye my lover)

Früher haben sich die Ritter mit ihren Federn geschmückt, wenn sie in die große Schlacht zogen. Warum? Na ja, würdet ihr gerne im Schlafanzug sterben? Also ich nicht. Wenn man selber das letzte sein sollte was der Gegner sieht, dann soll das auch ein Prachtvoller Anblick sein. Der letzte visuelle Eindruck, bevor die tödliche Streitaxt auf seinen bemitleidenswerten Schädel niederprasselt. Und umgekehrt, wenn man schon im Dreck des Schlachtfeldes liegen bleiben muss dann wenigstens mit einer sauber polierten Rüstung.

„Love is a battlefield“ hieß es schon in der 80er Jahre Disconummer. Und so stehen auch heute noch Trennungswillige Menschen lange vor dem Spiegel, legen den Duft auf, den sie/er immer so gerne mochte, stylen Haare, ziehen ihren/ seinen Lieblingsfummel an um später mit einem Knall abtreten zu können. Er/ sie soll ruhig sehen was er/sie in Zukunft verpassen wird. Im Mittelalter wäre dies z.B. das Match- up "LordMelancholicus vs. Lady Wavering". Nach stundenlangen Kriegsverhandlungen reitet der Lord mit einer Rüstung die so zerbeult ist wie sein Ego, traurig alleine nach Hause und befielt seinem Minnesänger er solle nie wieder James Blunt- Songs singen.

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