Seelen- und Hirnexhibitionismus

Donnerstag, März 30, 2006

Gestatten, Jay mein Name: Modeltröster










(I-Tunes spielt: American HiFi - Flavor of the week)


Ach war das traurig gestern bei Heidi Klums Germany's Next Top Model (nach Vorbild von DSDS abgekürzt HK's GNTM)! Aber absehbar. Hatte doch der Laufsteg-Frauboter Jennifer (mit dem "Vamp-an"-, "Vamp-aus"-Schalter, links im Bild) doch schon letzte Woche ein Auto gewonnen, dass sie denn in einem Jahr auch fahren darf. Wofür? Dafür, dass sie beim Casting für die folgende Modenschau so begriffsschnell wie ein Schimpansenjunges war um dann bei der Show doch wieder dufte zu laufen.

So machten dann nach gut einer Stunde, die beiden blondchen Lena, die wohl von Anfang an die Favoritin des Wettstreits war und Yvonne (ganz rechts), "Du bist zu sexy baby!" (O.-Ton Bruce Darnell)., unter sich aus. Eine echte Überraschung in dieser Show wäre es lediglich gewesen, wenn Heidi gesagt hätte: "Ihr seid beide zu schlecht. Germany's Next Top Model bleibe ICH!" Auch nicht überraschend, dass die Glocken-Yvonne als Zweitplatzierte auch nen Vertrag bekommt. Gönn ich ihr auch! Kann nicht sagen, dass sie besser war als Lena, aber irgendwie fahre ich mehr auf den frechen Frauentyp ab, den sie verkörpert.

Also Yvonne und Jennifer, nicht traurig sein. In Kiel gibt es einen, der ab Montag sein Zimmer extra für euch renoviert und ein Modeltröstcamp für euch einrichtet. Na wenn dat nichts ist?!

PS: @Jennifer: Bitte den Vampknopf betätigen, bevor du vorbeikommst!!

Völlig überlastet:
  • der Lena Fanblog

  • Mittwoch, März 29, 2006

    Sugarcult – Palm Trees and Power Lines

    Hab gerade eine Kaufoffensive amerikanischer Punk- und Emo- Bands hinter mir in die ich Euch diese Woche einen kleinen Einblick verschaffen will. Warum? – Vielleicht sind es Erinnerungen an den letzt jährigen Floridaurlaub, vielleicht brauch ich auch nur ein bisschen Abwechslung vom Brit-/ Schwedenpopeinerlei, der im Moment die Rockcharts dominiert. Anyway, den Anfang machen Sugarcult.

    Auf Sugarcult bin ich auf zwei Wegen aufmerksam geworden. Zum einen über den Soundtrack des dritten Teils der US- Teeny- Klamotte „American Pie“ auf dem „Bouncing off the walls“ zu hören war. Zum anderen durch einen Songbeitrag („Memory“) beim Playstationracer „Burnout 3 – Takedown“ welches für mich einige Rockneuentdeckungen bereithielt (z.B. My Chemical Romance oder Atreyu).

    Der Titel des letzten, 2004 erschienenen, Sugarcultalbums erklärt den Sound der Jungs schon ganz gut. „Palm Trees and Power Lines“ heißt auf Deutsch: sonniger, kalifornischer Surfcore/ Spasspunk. Ein Album für diejenigen, denen Blink 182 zu rotzig klingen, keine politischen/ sozialkritischen Inhalte brauchen wie auf Green Days „American Idiot“ und Simple Plan zu unreif sind.

    Wie schon auf „Start Static“ präsentieren sich Sugarcult als eine Art vielseitige Punk-Boyband, zwar ohne Tanzchoreografie aber mit vielen Herzschmerzinhalten. Die Songs variieren zwischen treibenden Punknummern (allen voran „Memory“ packt einen sofort, so dass man sich gleich beim ersten Hören beim Mitsummen erwischt), klassischen Rocknummern wie „Destination Anywhere“ und gefühlsduseligen Balladen wie „Back to California“ oder „Over“.

    Manchmal wirken die Texte, als ob sie direkt aus dem Poesiealbum eines High School Schülers stammen würden. Das ist gleichzeitig Schwäche und Stärke von Sugarcult. Irgendwo wird sich jeder Heranwachsende bis Mitzwanziger in den Songs wieder finden können. Besonders die rockenden Bräute werden die Jungens, die mit samtweicher bis zerbrechlicher Stimme über Gefühlsangelegenheiten trällern bestimmt total knuffig finden. Die Songs gehen verdammt schnell ins Ohr. So schnell, dass ihnen teilweise fast der Wiedererkennungswert von Genrekollegen wie Blink 182 verloren geht. Da letztgenannte die Gitarren an den Nagel gehängt haben, brauchen sich Sugarcult trotzdem keine großen Sorgen machen.

    Spaß macht ihre Musik auf jeden Fall. Nichts neues, aber das auf hohen Niveau.

    Montag, März 27, 2006

    Exhibitionisten für den Aufschwung

    (I-Tunes spielt: Die Toten Hosen - Weltmeister)

    Die Taktik ist so alt wie die Bundesrepublik selbst. Wenns nicht läuft in der Politik und alle "Geiz ist geil!" schreien muss ein Sportereignis her um die Massen zu beruhigen. "Opium fürs Volk" bzw. "Brot und Spiele". Die Hoffnungen, dass diese WM den dicken Aufschwung oder zumindest eine bessere Stimmung in Deutschland bringt sind groß. Da lassen sich unsere Nationalmannschafts-"Helden" auch zähneknirschend mit einen, sowohl Hosen- als auch Geschlechtslosen, Löwen ablichten, obwohl sie sich wahrscheinlich schon als Kind in Disneyworld vor übergroßen Mickey Mäusen gegruselt haben. OK, früher wurde mit Village People gesungen
    - auch nicht besser.

    Ich hatte jedenfalls tagelang Albträume nachdem ich als kleiner Steppke im Freizeitpark meines Vertrauens vom Parkmaskottchen Verdi (ein Plüschdino, dessen Name nichts mit der gleichnamigen Gewerkschaft zu tun hat, sondern vom Ort Verden herrührt) an die Hand genommen wurde, wobei sein Handschuh verrutschte, mir seine Nichtdinoexistenz verriet und somit jegliche Mitschnackerängste in mir hervorrief. Aber weg von meinen Kindheitstraumata und zurück zur WM. In jedem zweiten Werbespot im Fernsehen erscheint entweder irgendeine Fußballerfresse, ein WM Sponsor oder zumindest einmal der Begriff "Weltmeister" oder "Titel". Michi Ballack bolzt mit Tigern, die Siegfried wahrscheinlich sehr bereitwillig als Leigabe spendiert hat, vor einem immerhin weiß gefärbten Blue Screen um einen HDTV Fernseher und Mediamarkt rühmt sich als "bester Fan Ausrüster".

    Scheinbar erhofft sich die Elektronikbranche einen satten Absatzt der neuen TV-Wundermaschinen. Das die WM wohl nichteinmal in HDTV ausgestrahlt wird interressiert hier anscheinend nicht. Behauptet ja auch keiner, aber der Zusammenhang dieser Werbespots lässt diese Hoffnung zu. Ich persönlich weiß nicht einmal, ob HDTV-Geräte das normale Fernsehsignal adequat verarbeiten können. Aber egal, es muss ein Ruck durch Deutschland gehen! Und da die deutschen ja alle Fussi gucken, kann sich Angela Merkel darauf konzentrieren im Ausland eine gute Figur zu machen. Auf dem Fussballplatz wirkt sie auf jedem Fall ausgelutscht wie eine Zitrone nach einem Tequilagelage.

    Derweil freuen wir uns, dass die WM hier ist, auch wenn die meisten Einheimischen keine Karten bekommen. Für das Geld, dass wir an den nicht konsumierten Tickets sparen, können wir ja zusammenlegen und den armen Go Leo endlich mal ne Hose spendieren. Die Nationalelf wird es sicher freuen!

    Sonntag, März 26, 2006

    Super Logistik

    (I-Tunes spielt: Die Fantastischen Vier - Die Da!?)


    Was ein Radiotreuetest alles so ans Licht bringt, zeigt dieser Link hier:


  • Super Logistik
  • Samstag, März 25, 2006

    Kinderspielzeug?

    Ich weiss, was ihr denkt und ihr habt Recht. Videospiele sind Kinderspielzeug. - Ansich. Denn mittlerweile ist das Umsatzvolumen des Marktes im Bereich interaktive Unterhaltungsmedien um einiges größer als zum Beispiel die Filmindustrie. Da ist es, denk ich mal, auch nicht weiter verwerflich, wenn ich mich an dieser Stelle als begeisterten Gamer oute. Schon mit 14 lernte ich (völlig Fussball- und Tennisinteressefrei) auf dem Super Nintendo, beim ersten Fifa Soccer was ein Abseits und bei Jimmy Connor Tennis, was ein Doppelfehler ist. Zeit also diesem Medium, dass mir Lektionen fürs Leben gab Tribut zu zollen.

    Ab jetzt werde ich unter dem Link rechts in unregelmäßigen Abständen meine aktuellen Lieblingsgames (vorwiegend für PC und PLaystation II) vorstellen. Männer brauchen halt was zum spielen.


  • games
  • Donnerstag, März 23, 2006

    Batman vs. Osama






    VS.





    Kein Witz, ich traute meinen Augen auch nicht, als ich dies las: Frank Miller bringt ein Batmancomic raus namens "Holy Terror" in dem Batman gegen Al Qaeda käpfen darf.

  • Weiterlesen
  • Dienstag, März 21, 2006

    Neulich in der Bibel

    (I-Tunes spielt: 50 Cent - The Magic Stick)

    "Moses wurde nach seiner Geburt in einem "Kästlein von Rohr" am Ufer des Nils ausgesetzt - denn der Pharao Ramses II hatte befohlen, alle männlichen Nachkommen der Hebräer aufgrund ihrer ihm bedrohlich erscheinenden Fruchtbarkeit umzubringen - und von einer ägyptischen Prinzessin gefunden."

    - Ich glaub ich hab auch hebräische Vorfahren.



    Neulich in einem Michael Bay Film....

    (I-Tunes spielt: Such a Surge - Im falschen Film)


    ...Scarlet Johanson hängt vor einer futuristischen Kulisse von einer übergroßen Reklameschrift. Nur der semimaskuline Griff von Ewan McGregor hält sie noch vor dem freien Fall in die Tiefe auf.

    Scarlet: Zieh mich rauf.
    Ewan (keuchend, sie hochziehend): Komm hoch!

    "Toll!" würde ich mir an Scarlets stelle denken. "Da gibt es nur eine kurze Ploteinführung und dann fällt diesen s***-Regisseur wieder ein, dass er noch einmal fast die selbe "Lasterverfolgungsjagd inklusive große Teile auf die Bahn werfen"-Szene wie in Bad Boys II recyclen kann, dann knallt dieser idiotische möchtegern Actionheld diesen futuristischen Gleiter an die Wand und hochziehen soll ich mich auch noch selber. Ich bin halt jung und brauche das Geld."

    Montag, März 20, 2006

    Bitte voten

    (I-Tunes spielt: Kettcar - Ich danke den Academys)

    Nochmal zur Erinnerung. Ich weiss, dass es Leser dieses Blog gibt und das einige den Großteil der hier verlinkten Geschichten kennen. Also nochmal von mir die Bitte: Den Link unten folgen, nochmal die alten Hüten überfliegen und in diesen Post kommentieren, welcher Alte Hut Euch am besten gefallen hat. Bisher gibt es zwei Stimmen für "Wack Wednesday" und eine für "Herr Mehdorn sein Laden". Der Post mit den meisten Stimmen bekomommt ein Rerelease als Audiofile (live vom Jay gelesen, sein erster Podcast). Also bitte, bitte kommentieren, sonst weine ich ganz bitterlich und das will doch keiner!


  • Alte Hüte


  • Eine Haarige Angelegenheit

    (I-Tunes spielt: Samy Deluxe – International Love)

    MC Winkel rief am Samstag zur ersten Bloglesung in Kiel (jedem, den ich das erzählte hielt mich für einen Streber, dass ich freiwillig zu einer BLOCKVORLESUNG am Wochenende ginge) und das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Unterstützt wurde er an jenem Abend vom nicht minder großartigen Don Dahlmann und den mir bis dahin (völlig zu Unrecht) unbekannten Damen Elle und Lu. Für mich war es quasi das erste Mal, mit anderen Bloggern als den MC selbst mal auf Augenhöhe zu sein. Umso gespannter war ich darauf endlich dem einen oder anderen Pseudonym endlich mal ein Gesicht zuordnen zu können. Angekommen in der geschmackvoll und atmosphärisch im 60er Jahre Stil eingerichteten Jan’s Hairlounge fühlte ich mich zunächst ein bisschen verloren. Riss ich doch den Altersdurchschnitt deutlich runter und war ich doch noch nicht so verwurzelt in der Blogosphäre wie wohl die meisten Anwesenden. Der Wüstenfloh, den ich in der Pause kennen lernen durfte, wird wohl den umgekehrten Eindruck gehabt haben.

    Nachdem MC von seinem Gastgeber erstmal eine Zünftige Tolle verpasst bekommen hat und jeder rausbekommen hatte, wo es das Holsten gibt, ging es los. Passend zum Etablissement ginge es vermehrt um Haare Don erzählte aus eigener Erfahrung von den kleinen Ticks einer nicht unbekannten amerikanischen Hip-Hop-Formation, Elle über (wie sie es sagt) Pussythemen, Lu amüsierte mich besonders mit ihrer Anekdote über das ungewöhnliche Balzverhalten eines recht haarigen Walters und MC erfand mal soeben neue Ausbildungswege für Kassierer. Lu hielt mich dann später zwischenzeitlich für einen gewissen Marco, der (wie ich hoffe) bestimmt schweinemäßig gut aussieht, was mir für den Abend einen Zweitnamen einbrachte. Wenn nicht gerade das Finale von DSDS läuft dann geht die nächste Lesung in der Ostseehalle!

    Links:

  • MC Winkel

  • Der Don

  • Elle

  • Lu

    weiteres zur Lesung bei:

  • Wüstenfloh
  • Kleines F.
  • Donnerstag, März 16, 2006

    GEZ-SEK in geheimer Mission

    (I-Tunes spielt: Die Ärzte – Geld)

    Welcher Student kennt sie nicht? Die GEZ. Der Ruf dieser hoch spezialisierten Spezialeinheit eilt ihnen voraus: Tougher als die Marines, geheimer als der MI 6 und so geschult in psychologischer Kriegsführung dass selbst Columbo neidisch erblasst, so sagt man sich. Selbst Steven Segal hätte sich wahrscheinlich gerne von denen ausbilden lassen, hat jedoch wohl nicht den knallharten Fitnesstest bestanden.

    Keine Schande also eigentlich, dass ich diesen Pros auf dem Leim gegangen bin. So ging ich beim Türklingeln (in Erwartung es wäre Jennifer Garner, die gerne ihre Reizwäsche rausholen wollte, die sie von letzter Nacht hier liegengelassen hat) an die Tür, drückte den Summer und verlor noch den Rest meiner vorhandenen Gesichtsfarbe als die beiden kernigen Typen sich vorstellten. Bemüht meiner Schockierung Herr zu werden, beantwortete ich auf der Türschwelle stehend und so überlegt wie möglich deren Fragen. Einen Fernseher? – Nein, so was besitze ich nicht. Einen PC mit DSL-Anschluss und DVD-Laufwerk jedoch. Das reiche mir um meine Zeit totzuschlagen (die Herren haben offensichtlich noch nie WOW gespielt). „DVD-Recorder?“, fragt die fleischgewordene Actionfigur. Ich habe mittlerweile wieder ein wenig meinen Mut zurückbekommen und wundere mich, was ich denn mit so einen DVD-Recorder anfangen solle ohne Fernseher.

    – Ach, das doch genau der Trick Dummerchen, denke ich mir. Genauso wenig interessiert die beiden sicherlich, ob ich mir auf dem Weg zur Uni den Arsch abfriere auf meinem Rad. Hätte ich ein Auto, könnte das auch gut und gerne geklaut sein. Hauptsache das scheiß Radio ist angemeldet. Aber ne Stereoanlage hätte ich doch. – Na klar hat der Jay ne Stereoanlage. Ja, da sei doch auch immer ein Radio drin. *Schluck* der Mut in mir schwand wieder so schnell wie das Sättigungsgefühl nach einen McDonald’s-Besuch. Ich kenne tatsächlich keine Anlage, die keinen Receiver im Tuner integriert hat. Jetzt haben sie mich. Das ist doch alles eine Verschwörung! Das komplette HiFi-Gewerbe ist bestimmt schon in der Hand der GEZ, so dass die demnächst schon kleine, nur mit der Lupe zu erkennenden Fernseher in die Stereoanlagen einbauen.

    Das Meldeformular für mein nicht einmal genutztes Radio war schneller ausgefüllt, als ein Bad Religion-Song andauert. Meine Chancen auf einen erfolgreichen Freistellungsantrag würden jedoch gut stehen, meinten sie. „KAUFT EUCH DOCH FÜR DIE 5€/ MONAT EIN NEUES GEWISSEN UND EIN SCHAMGEFÜHL!“, wollte ich ihnen mit hochroten Kopf hinterher schreien, ließ es jedoch bei den Gedanken an ein gewisses Gefängnis in Guantanomo.

    Dienstag, März 14, 2006

    Soloalbum – Das Trainingsprogramm

    (I-Tunes spielt: Lit – Zip-Lock)

    Was gab es früher in den 80igern für eine Fülle von Trainingsvideos. Gut, in den Achtzigern hatte ich weder Bartwuchs noch einen Musikgeschmack und hätte es damals schon I-Tunes sowie Blogs gegeben, hätte bei mir in den Klammern gestanden: (I-Tunes spielt: Alf Folge 6) bzw. (I-Tunes spielt: He-Man – Der Doppelgänger). Trotzdem bekam ich schon mit, dass wenn es mit der Model/- Erotikdarstellerinkarrriere abwärts ging, man gefälligst ein Workoutvideo herausbringen musste. So verlängerte z.B. Cindy Crawford mit der Videoreihe "Cidy Crawford Challenge 1- 1000" (oder so) ihre Medienpräsens. Aber noch nie gab es ein Trainings/ - Rehaprogramm für frisch getrennte wie z.B. unseren Lord Melancholicus. Ben Stiller’s Charakter in Verrückt nach Mary kam immerhin auf die zündende Idee anstelle des „7-Minuten Workouts“ das „6 Minuten Workout“ herauszubringen.

    Treu nach dem Motto „Alles geht, nichts muss!“ ist hier der ultimative Trainingsplan:

    - Wecker auf 10 Uhr morgens stellen. Das heißt später aufstehen, als bei einem normalen Arbeitstag und selbst mehr als bei den meisten Unitagen. Man schläft aber auch nicht bis in die Puppen.

    - Der ungesunde Kaffee zum Frühstück wird durch Gesunde Cornflakes mit Apfel und Milch ausgeglichen.

    - Es folgen zwei bis drei Stunden „was für die Uni tun“ (oder äquivalente Arbeiten für nicht Studierende).

    - Wenn die erste Motivation nachlässt macht man sich, noch bevor man auf die Idee kommen könnte den Fernseher oder Rechner anzuschalten, auf um Wahlweise Joggen oder Schwimmen zu gehen (schon 30 min reichen). Gut gegen den Winterspeck, das schlechte Gewissen, Kreislauf geht hoch, man jammert nicht mehr nur über das eine sondern kann auch endlich wieder über Muskelkater klagen. Zudem verschleiert die Sonneneinstrahlung beim Joggen die tiefen Ränder unter den Augen. Also nur Vorteile.

    - Danach richtig kochen, nicht son Tütenfraß wie sonst. Ideal: leichte Putenbrust, Reis und Salat. Dann darf es auch gerne wieder ein Kaffee sein, während man für eine Albumlänge (nicht James Blunt, Coldplay oder andere melancholische Sachen) Pause macht, Zeitung oder Blogs liest und relaxt.

    - Danach wieder 2-3 Stunden weiterarbeiten.

    - Abends je nach Laune Zeit zum wehleiden nehmen (hier ist James Blunt wieder willkommen) oder Zerstreuung bei Freunden oder im Feiern suchen.





    Montag, März 13, 2006

    Die letzte Schlacht

    (I-Tunes spielt: James Blunt - Goodbye my lover)

    Früher haben sich die Ritter mit ihren Federn geschmückt, wenn sie in die große Schlacht zogen. Warum? Na ja, würdet ihr gerne im Schlafanzug sterben? Also ich nicht. Wenn man selber das letzte sein sollte was der Gegner sieht, dann soll das auch ein Prachtvoller Anblick sein. Der letzte visuelle Eindruck, bevor die tödliche Streitaxt auf seinen bemitleidenswerten Schädel niederprasselt. Und umgekehrt, wenn man schon im Dreck des Schlachtfeldes liegen bleiben muss dann wenigstens mit einer sauber polierten Rüstung.

    „Love is a battlefield“ hieß es schon in der 80er Jahre Disconummer. Und so stehen auch heute noch Trennungswillige Menschen lange vor dem Spiegel, legen den Duft auf, den sie/er immer so gerne mochte, stylen Haare, ziehen ihren/ seinen Lieblingsfummel an um später mit einem Knall abtreten zu können. Er/ sie soll ruhig sehen was er/sie in Zukunft verpassen wird. Im Mittelalter wäre dies z.B. das Match- up "LordMelancholicus vs. Lady Wavering". Nach stundenlangen Kriegsverhandlungen reitet der Lord mit einer Rüstung die so zerbeult ist wie sein Ego, traurig alleine nach Hause und befielt seinem Minnesänger er solle nie wieder James Blunt- Songs singen.

    Samstag, März 11, 2006

    Jay’s Shared Folder – Der Sampler (Part II)

    (der CD-Player spielt den jüngst zugewichtelten Hand-Made-Sampler: “Es gibt ein Leben nach Hollywood”)

    Komme grade nach 4-wöchiger Kiel-Abstinenz zurück in meine WG, da liegt endlich das heiß ersehnte Päckchen des „Samplerwichtelns“ des Bloggerkollegen Monovinyl auf dem Coachtisch. Schöne Sache mal die Musikpräferenzen anderer Blogger zu hören. Besonders der Song Black Cab von Jens Lekman hat es mir auf dieser Compilation angetan.

    Hier noch die Fortsetzung der Tracklist meines Samplers:

    11. Jack Johnson – Sitting, Waiting, Wishing
    Der Titel sagt eigentlich alles. Ein Song an alle unentschlossenen, Männer warm haltenden Frauen vom Kiffer-Songwriter-Pop-King himself.

    12. Matchbox 20 – Bent
    Der Song erinnert mich immer an meine erste Große Liebe. Das CD-Cover zum Album Mad Season könnte immer noch im Hause ihrer Eltern rumfliegen, wenn es nicht ihr Hund gefressen hat.

    13. Weezer – In the garage
    Jeder der einst eine Garagenband hatte wird sich in diesem Song wieder finden. Ich hatte nie eine. Weder eine Garage, noch ne Band. Trotzdem eine meiner Lieblingsnummer.

    14. Lit – My own worst enemy
    Der Soundtrack zu jeder privaten Version von „Dude where’s my car?”. Erinnert mich an so manchen Abschuss, welchen ich mir in meiner Jugend mal gönnte (und immer noch manchmal gönne).

    15. Sugarcult – Memory
    Pop-Punk-Bands wie Sugarcult sind im Prinzip Boygroups, die Powerchords beherrschen. Denen würde ich auch Teddys auf die Bühne schmeißen. Hammersong!

    16. Donots – Sacharine Smile
    Wieder ein wütender Song über Frauen. Sollte das etwa Aufschluss über meine Einstellung geben?

    17. Sportsfreunde Stiller – Ein Kompliment
    Mal ehrlich, wer hat seiner Freundin noch nie diesen Songtext als Liebesbrief abgeschrieben?

    18. Incubus – Drive
    Ein Song, eine Lebenseinstellung. „Whatever tomorrow brings, I’ll be there. With open arms and open eyes.” Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

    19. Kettcar – 48 Stunden
    Jaja, die Wochenendbeziehung oder im Volksmund auch Fernbeziehung genannt. Beim zweiten hören versteht man den Text auch. Das macht den Song so groß.

    Montag, März 06, 2006

    Jay’s shared Folder – Der Sampler

    (gerade unter der Leselampe: Nick Hornby – High Fidelity)

    „Do I feel miserable because I hear pop music or do I hear pop music because I feel miserable?” Diese Frage stellt sich nicht nur der Protagonist des oben genannten, sehr großartigen Romans. Angeregt von Herrn Monovinyl bastelte ich mir also einen Musik-Sampler der zumindest ansatzweise Biografische Züge trägt. Wer auch immer diese CD zugewichtelt bekommen hat, hier ist die kommentierte Tracklist:

    1. Thomas D. feat Good Men Gone Bad - Rückenwind
    Ein Song, der bei mir regelmäßig ein positives Aufbruchsgefühl stimuliert. Thomas D. publizierte den Song zum Anlass seiner musikalischen Wohnwagentour durch Deutschland. Bei mir war es immer ein Segelboot.

    2. Blumentopf - Was der Handel?
    Meiner Meinung nach, gibt es kaum einen Song, der die Merkwürdigkeiten des Balzverhaltens besser auf den punkt bringt.

    3. Curse – Lass uns doch Freunde sein!
    „Das geht an alle speziellen Frauen, die alles wollen und im Endeffekt gar nichts geben.“, sagt Curse selbst im Intro. Do I have to say any more?

    4. Die Fantastischen Vier – Ganz normal (unplugged)
    Ein sehr gesellschaftskritischer Song, dessen Appell (Verstell dich nicht, nur damit du besser Irgendwo reinpasst!) ich stark beherzige und verinnerlicht habe.

    5. Fettes Brot – Ich hasse das
    Björn Betons „Solo“- Nummern sind noch die besten. Der Text könnte auch ein Blogpost sein. Am besten finde ich die „Abi-Sticker am Polo“- Zeile.

    6. Such a Surge – Augenblick
    Eine ungewöhnlich ruhige, nachdenkliche Nummer von Surge. „Es ist genau dieser Augenblick, den ich eigentlich mit dir teilen müsste, denn er ist zu groß für mich. Ich wünschte du könntest sehen was ich grad sehe. Ich würde alles darum geben, dass du mitkommst wohin ich gehe.“ - Manchmal fehlt einfach jemand.

    7. Gautsch – Den Abend
    Noch ein Song, oder viel besser der Song über Disco balz verhalten. Besser kann man einen Klaus Lage- Song (Tausend und eine Nacht) nicht samplen. Ehrlich und Zynisch.

    8. Gorillaz – Feel Good Inc.
    Ich kenne keinen anderen Song, der gleichzeitig tanzbar aber auch düster melancholisch ist.

    9. Caesars – It’s not the fall that hurts (it’s when you hit the ground)
    Nicht ganz so ne Partynummer wie Jerk it out. Der Titel stimmt nicht ganz, denn die Landung bedeutet immerhin das Ende während der freie Fall ganz schön lange dauern kann.

    10. Cake – I will survive

    Gloria Gaynor lag angeblich mit einem gebrochenen Bein auf dem Krankenbett als sie die Idee für den Refrain bekam. Die Plattenfirma wollte aber einen Song über Herzschmerz. Nachdem die Hermes House Band daraus unverständlicherweise eine Party-Mitgröl-Nummer machte, interpretieren Cake den Text doch weitaus passender: So Mitleids erregend und untröstlich, dass es schon fast wieder lustig ist.

    (to be continued)

    Samstag, März 04, 2006

    Jetzt 30% weniger!!!

    (I-Tunes spielt: Tip Top – Tip Top)

    Wer kennt sie nicht? Die Aufdrucke die alle möglichen Produkte im Supermarkt zieren: Der Twix- Keks ist noch knuspriger, die Mirakuli-Packung enthält 30% mehr Inhalt, Maggi Ravioli Diavoli schmecken auch kalt, Burger King wirbt mit der „Burger Initiative“ (mehr Burger für weniger, für alle) und überhaupt steht überall „Jetzt mit verbesserter Rezeptur“. Warum? Nicht nur weil Geiz geil ist, sondern weil der kleine (Ich bin nie Zufrieden)- Mann in unseren Köpfen sitz und permanent mit seinem Vorschlaghammer gegen unsere Stirn hämmert. Da fällt mir eine Szene aus Hot Shots 2 ein:

    Topper Harley, alias Charly Sheen sitzt in einen Truppenflugzeug neben seinen Kameraden bereit zum Absprung ins Krisengebiet. In seinen Händen Charles Dicken’s „Große Erwartungen“.
    Der Soldat neben ihm: Und? Wie ist das Buch?
    Topper: Mmh, hab mir mehr davon erhofft.

    Ja, das tue ich auch öfter. Mehr erwarten. Häufig zu Unrecht. Denn nichts was man bekommt ist selbstverständlich, nicht einmal die 20 g mehr im Nutella-Glas. Warum also nicht mal mit weniger zufrieden geben? Oder besser: Weniger ist mehr. Nicht umsonst sind die teuersten Müslis in den kleinsten Packungen und auch die Giotto-Kügelchen sind so winzig, dass sie selbst in einer Espressotasse verschollen gehen. Natürlich geht es hier eigentlich nicht um furztrockene Gebäckkügelchen, die zwischen den Zähnen kleben bleiben.

    Es geht um das schöne Geschlecht, um die Erwartungen, die ich an sie und an mich habe, die doch bitte alle auf einmal erfüllt werden sollen. Wenn nicht, werden diese natürlich nicht nach unten korrigiert wie es logisch wäre, wenn eine Zielvorstellung nicht erreicht wird. Nein, in dem Punkt ist der Mensch häufig höchst unlogisch. Mit jeder Enttäuschung wächst mitunter die Erwartung nach dem Motto: „Beim nächsten Mal muss aber alles Perfekt sein!“ Aber wir sind hier nicht bei „Wünsch Dir Was!“, Texte wachsen nicht auf Bäumen, Beats kommen nicht mit der Post und auf Klo duftet es nicht nach Rosen!

    Back for good

    (I-Tunes spielt: Halmakenreutner – Back for good)

    Schon erschreckend. Ich schau in meinen Blog und denk, das gibst doch gar nicht. Am 14. Februar, schrob ich meinen letzten Post? War schon Zeitumstellung? Schaltjahr? Hab ich so wenig erlebt? Nee, das nicht. Nur ist es für einen Studenten doch eindeutig zu viel verlangt um 6:30 Uhr aufzustehen. Das Arbeitsleben in einer Schule kann doch recht anstrengend sein, besonders wenn man dem Lärmpegel einer achten Realschulklasse ausgesetzt ist und man vor kreischenden 14 Jährigen flüchten muss. Im ernst, vor einer Klasse zu stehen kann echt zu Anfang an den Nerven zerren, auch wenn am Ende alles gut ausging. Die Eindrücke, die mich in der Entscheidung diesen Job zu ergreifen bestätigt haben, waren so vielseitig, dass ich sie kaum niederschreiben könnte.

    Nun muss ich mich zunächst erstmal wieder bei den Bloggerkollegen wieder einlesen und gucken, was ich so verpasst habe.