Seelen- und Hirnexhibitionismus

Freitag, Dezember 16, 2005

Das wäre Ihr Preis gewesen!

(I-Tunes spielt: Madsen: Mein Therapeut und ich)

„Heut ist ein wundervoller Tag. Ich hab kein Problem früh aufzustehen.“ Es ist mir scheissegal, dass ich eine halbe Stunde früher aufstehen muss, da mein Fahrrad sich gestrige Nacht nun vollends zerledert hat. So gehe ich heute Per Pedes zur Uni. Statt dem für Dezember angemessenen Schneetreiben, steht heute eher Herbststurm auf der norddeutschen Wetterkarte. Im Mp3-Player laufen die Fantis, mein Gesicht wird von einem breiten Grinsen geziert und die Bäume scheinen sich (so wie ich innerlich) vor Lachen zu schütteln. Grund für diese ungezähmte Heiterkeit ist nicht der blöde TV-Werbespot mit den lebend gewordenen „Inneren Schweinehund“ (eine Art ALF für Arme; kann mich nicht mehr erinnern welches Produkt damit angepriesen worden ist), sondern die Vorfreude auf die Situation, die sich gleich im Kurs ergeben könnte.

Mit steigender Erheiterung stelle ich mir vor, wie ich meiner ehemaligen Flamme vom letzten Wochenende erzähle. In diesem Tagtraum wird sie immer blasser und blasser bzw. röter und röter vor Eifersucht, was mich nur noch mehr in Fahrt bringt. Strahlend würde ich ihr die Zunge rausstrecken und wie ein Dreijähriger (Erdmännchen meine ich. Die sind mit 3 Jahren Geschlechtsreif.) tanzend auf dem Tisch singen: „Ich habe Seeex! Ich habe Seeex!“ Dann würde ich ihr den Rücken zudrehen, mein Gesäß entblößen, darauf deuten und sagen: „Tja, Frau X, das wäre Ihr Preis gewesen!!“

Im Seminarraum angelangt dann wieder einmal die Ernüchterung. Ihre Freundin lässt ausrichten, dass sie heute auf Grund der Party am Vortag nicht kommt. Scheiss Tag!

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