Seelen- und Hirnexhibitionismus

Samstag, Dezember 31, 2005

Das war 2005!

(I-Tunes spielt: Counting Crows: A long december)

Schon wieder ein Jahr rum und ich habe es Gott sei dank einmal geschafft, das TV-Gerät nicht zufällig anzuschalten, wenn gerade ein großer Jahresrückblick mit Günther Jauch oder ähnlichen In-die-Kamera-Grinsern läuft. Ziehe ich doch lieber selber Resümee. Wort des Jahres: Bundeskanzlerin. Ja wir haben jetzt eine Frau am Steuer. Wäre ja nicht weiter schlimm, wäre es nicht so ne Trümmergeburt gewesen. Schröder macht trotz knapper Niederlage (die allerdings nicht knapper ist, als sein damaliger Wahlsieg gegen Stoiber) die Siegerpose und rechnet peinlicher Weise eine Jahrzehnte bestehende Fraktion auseinander. – Sehr suboptimal halt! Unser neuer Bundespräsident zeigt sich in seiner ersten Amtsperiode nur undeutlich menschlicher als Herr Ackermann, bleibt emotional unverbindlich und vertritt in seinen Reden wenig einfallsreich die Stammtischargumente der Arbeitnehmerseite.

Im Irak werden Diktatoren aus Erdlöchern gebuddelt, der Folterskandal um die irakischen Häftlinge ist natürlich ein Einzelfall und der Kopf der dafür hinhalten muss, gehört einer einfachen Soldatin. New Orleans verwandelt sich nach Hurricane Kathrina in eine Sumpflandschaft und beweist, dass es nicht so schlau war, die finanzielle Unterstützung für den Katastrophenschutz zu Gunsten der Anti-Terror-Bekämpfung zu kappen. Ähnlich peinlich sind dann aber auch die „Geschieht den Amerikanern Recht-Kommentare“ von Jürgen Tritt Ihn. Immerhin wird Bush’s Patriot Act vom Senat nur noch befristet verlängert. Ansonsten geht’s in Deutschland aber Aufwärts. Wir sind dank „Ratze the real Benedikt“ wieder Papst, wir kriegen den Zuschlag für die Fußball WM und unsere 11 bolzt sich wieder munter unkoordiniert aber mit einen schießwütigen Podolski durch die Vorbereitungsspiele. Im Kino geht George Lucas’ Sternensaga laut zu Ende und Anakin Skywalker bemerkt, dass ihm Helme einfach gut stehen. Musikalisch nervt vor allem die Pre-Stimmbruch-Band Tokio Hotel sowie das Comeback der Zicknudeln von Tic Tac Toe. – Darauf haben wir gewartet!

Naja, Licht und Schatten halt. Hopalla fast vergessen: Im Oktober erblickt Jay’s shared folder das Licht der Welt. Vielleicht gibt’s im Neuen Jahr ja mal ein Re-Release bei einem anderen Bloganbieter, damit ich mich auch endlich Multimedial austoben kann. Bis dahin, ein Frohes Neues allen Lesern!

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