Seelen- und Hirnexhibitionismus

Dienstag, November 29, 2005

Worst Anmache ever

Samstag Abend: Jay noch völlig zerschossen von der letzten Party die mich bis 7 Uhr morgens auf den Beinen hielt. Ich hatte mich dementsprechend auf einen total sutchen Abend eingestellt: DVD-Gucken mit den Mitbewohnern und dann früh ins Bett. 23 Uhr, ich will mich gerade Bettfein machen, klingelt mein Handy. Es ist S. und der Geräuschpegel im Hintergrund verriet mir schon, dass mein geruhsamer Schlaf wohl noch etwas warten müsste. Als warf ich mich statt in meinen Schlafanzug in meinen präferierten Casual-Suit und dampfte los. Es war die Party von K., den S. ein Paar wochen zuvor auf meine Party mitbrachte (was ich nicht bereute, denn K. ist wirklich nett).

Das fanden wohl auch viele Andere, denn die Bude war so voll wie der 8 Uhr Bus zur Uni. Die Essnische war zur hälfte mit Bierkästen ausgefüllt, über der WC-Tür konnte man Dias bestaunen und beim Besuch des selbigen, wurde man mit Disneycartoons unterhalten. Ein Ereignis also, was den Schlafaufschub hundertmal rechtfertigte. An Damen mangelte es auch nicht, was allerdings in anbetracht vorangegangener Ereignisse mein Balzverhalten nicht ankurbelte. Später am Abend, ungefähr nach einer halben „Scheibe“ Bier (neue Wortschöpfung von S.: Eine Parkscheibe voll trinken), sprach mich dann ein Mädel an.

Sie: „Bei dir war ich doch auch schon mal.“
Ich erschrocken (Man muss ich da breit gewesen sein!): „Ja? Ehrlich? Wann denn?“
Sie: „Ja, vor der Party neulich, ich hab noch meine Decke bei Dir.“
Ich hätte sagen können: „Ach jaaa, die Decke! Komm doch nachher mit, die liegt auf meinem Bett!“ Ich musterte sie noch etwas genauer. Und dachte bei ihren Klamottenstyle (eher alternativ, wahrscheinlich Kunst oder Pädagogikstudentin): „Wie du hast doch deine Decke an!“ Stattdessen überlegte ich weiter: „Mit wem warst du denn da? Haste vielleicht was mit L. zu tun?“
Sie: L? Wer? – Nee, mit Yvonne und Anne. Wir kamen da gerade ausm Schrevenpark. Deswegen die Decke.“
Ich: „Nie gehört die Namen. Wo meinst du denn, dass ich wohne?“
Sie: „Am Südfriedhof.“
Ich: „Nee, ganz am anderen Ende der Stadt.“
Sie gab nicht auf: „Da wohnst du denn aber noch nicht lange oder?“
Ich: „Doch, seit Beginn meines Studiums. Musst mich verwechseln.“

Mit diesem Worten ließ ich sie stehen.

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