Seelen- und Hirnexhibitionismus

Samstag, Oktober 29, 2005

Nicht noch ein Teeny-Horror-Schocker

Shit, warum muss man bei DVD-Abenden immer wieder bei diesen Horrorfilmen landen. Wahrscheinlich der kleinste gemeinsame Nenner, wenn die Runde aus Männlein und Weiblein besteht. Die jungs wollen partout keinen Liebesfilm, die Mädels keinen Actionmovie.

Nun gut, wir sind bei "House of Wax" gelandet. Ein Film von dem ich null erwartet habe, wurde er doch immer in den TV-Werbespots immer mit der reichen Bumsbirne und Restlichverstärker-Testerin Paris Hilton beworben. OK, es hätte schlimmer kommen können und sie hätten stattdessen die x-te Fortsetzung von "Ich weiss noch, was du letzten Sommer getan hast" ("Ich hab mir aufgeschrieben was du letzten Sommer getan hast") oder "Düstere Legenden" ("Ganz ganz super düstere Legenden") auf den Markt geschmissen.

Kommt aber fast auf dasselbe hinaus. Clique, bestehend aus zwei liebespärchen plus Anhängsel wollen eigendlich ein spaßiges Footballwochende genießen. Stattdessen verschlägt es sie (natürlich nacheinander, nicht zusammen) in eine Kleinstadt in der ganz klammheimlich und unbemerkt schon nahezu alle Bürger hingemeuchelt worden sind. Der Drehbuchautor hält sich dabei strikt an seine Anleitung für Filme diese Genres mit dem Titel "How protagonist have to act in a horror movie so that the audience is not too surprised".

So darf Elisha Cuthbert wieder das machen was sie auch in "24" ständig tat: Gut aussehen, wegrennen, schreien, weinen, strampeln. Ich musste während des Films ständig an die "goldenen Regeln" in Scream 2 denken: "In einen Horrorfilm darf man nie davon laufen.- Dann stirbst du. Du darfst dich nie trennen.", und ganz wichtig: "Du darfst nie Sex haben in einen Horrorfilm." Zur Freude aller fundamentalistischen Christen (bzw. zum Ärger aller Voyeuristen) werden Paris und ihr Lover dann auch kurz vor dem Akt gemeuchelt.

Wie, das war jetzt ein Spoiler? Ihr wolltet den Film noch gucken? Sorry, aber das war doch klar oder? Genauso wie dass die anderen goldenen Regeln auch nicht eingehalten werden. Das Motiv der Mörder ist dann genauso fadenscheinig: Weil die Mama so gerne Wachsfiguren bastelte wird jetzt die ganze Stadt gewachst. Und weil Wachs so toll ist besteht schwachsinniger Weise auch das ganze Haus aus diesem eben brennbaren Material (was dem Film noch ein paar extra Pyroeffekte bringt). Achso, a propos Mörder: So hocht die Sterblichkeit der Figuren in solchen Filmen auch ist, der Mörder ist immer so wiederstandsfähig, der würde auch mit zwei Macheten in der Lunge einen ganzen Waldbrand auspusten.

Vielleicht wer alles anders gelaufen, hätte man die beiden damals mit Norman Bates in eine Krabbelgruppe gepackt. Dann hätten die sich vielleicht gegenseitig ihren Mutterkomplex ausgetrieben. Aber immerhin haben Massenmörder in amerikanischen Filmen einen guten Musikgeschmack (Memo an mich: Muss unbedingt mal wieder "My Chemical Romance" hören!).

Das nächste mal stimme ich wohl dann doch mit für den Liebesfilm, dann hat die liebe Sehle ruh!

1 Comments:

Anonymous Tino said...

Hallo!!!
1. Ein Film mit Paris Hilton muss einfach geil sein.
2. DAs nächste mal solltest DU am Besten den billigen Actiobnstreifen durchsetzen.
3. Ich hoffe Doomhat Dich gestern für alle schlechten Filme entschädigt =)

02 November, 2005 23:04

 

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