Seelen- und Hirnexhibitionismus

Freitag, Oktober 21, 2005

MHH-Party in Hannover

Wie ich gestern schon angekündigt habe war ich am Mittwoch mit meinem Kumpel und seinen Kommilitonen in Hannover rocken. Die Vorglühzeit wurde für meinen Geschmack schmerzhaft beschnitten. Denn, laut Erfahrung der Jungs, ist es nach 12 aufgrund des hohen Besucheransturms kaum mehr möglich rein zu kommen. Also bis 21:30 ein paar Grüne geschlürft und ab in die S-Bahn. Ganz vorne einsteigen natürlich. Man will ja beim Aussteigen die Pole Position haben. Dem Altersdurchschnitt der Bahnmitbenutzer zu folgen, hatten alle das gleiche Ziel. Mit perfekt gespielter Gelassenheit torkelte die Karawane dann schnellen Schrittes zur Partylocation, wo sich auch schon eine lange Schlange in das Vorlesungsgebäude zog. Im inneren angekommen dann die Ernüchterung: Die Schlange zog sich noch durch das Treppenhaus und einen langen Flur. „So würde es beim Arbeitsamt aussehen, wenn Betriebe nur noch nach Bedarf ausbilden würden.", dachte ich mir.

Meine Zweifel, dass es um diese Zeit eher wie auf einem Kindergeburtstag zugehen könnte wurden schnell entwaffnet. Bereits um 22:00 Uhr waren die Flure gut und die Tanzfläche leicht gefüllt, Happy Hour sei Dank. Augenpflege gabs genug und der Alkoholkonsum finazierte sich bald durch Flaschenpfand einsammeln. Später am Abend gelang es mir auch mit einer niedlichen Medizinerin ins Gespräch zu kommen und ging mit ihr Biertrinken. Lief eigentlich ganz gut, bis die die unverweigerliche Frage nach meiner Tätigkeit kam. Ich antwortete Wahrheitsgemäß, dass ich in Kiel Lehramt studieren würde. Ihre darauf folgende Frage, ob ich denn öfter in Hannover sei, verlangte mir eine schnelle Entscheidung und hohe Menschenkenntnis ab.

Hätte der kleine Teufel auf meiner Schulter gesiegt (sehr unwahrscheinlich bei mir) hätte ich wohl geantwortet: "Nee, aber die Nacht ist ja noch jung und mein Kumpel hat ein Wasserbett. - Weißt bescheid! (Augenzwinkern)" Da ich sie aber für ein anständiges Mädel halte und mir das Proletenimage eh nicht so steht, entscheide ich mich für Variante 2: "Ja klar bin ich oft in Hannover. Also... ganz oft sogar. Mein bester Kumpel wohnt hier und meine beiden älteren Brüder ja auch. Und deren Kinder wollen ihren Onkel ja auch mal sehen. ... und sowieso ganz ganz oft." Als sie meine Nummer haben wollte, sah ich mich kurzzeitig schon auf der Gewinnerseite. Doch ihr Interesse galt wohl eher der Sportler Paardy in Kiel, die ich erwähnt hatte.

Einen meiner Reisebegleiter ging es ähnlich. Sein problem beim Balzen bestand allerdings nicht in seinem Studienort, sondern im Studiengang. "Du bist ne ehrliche Sehle.", waren ihre letzten Worte zu ihm, nachdem sie hörte, dass er Informatik studiert. Später auf der Tanzfläche hielten uns zwei Damen sogar für Maschinenbauer. "Wie? Trage ich ein Karohemd?", frag ich verwundert. "Nee, aber ihr lächelt wie welche." Daraufhin suchte ich erstmal mein Ego so verzweifelt, wie die Stoptaste beim I-Pod. - Nee, im Ernst. Entgegen dem Eindruck, den ich jetzt vielleicht vermittelt habe, war es ein sehr launiger Abend, der bis zur ersten S-Bahn am frühen morgen andauerte.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Jaja die MHH PArty :-D
Morgen ist es wieder soweit !

Wie immer auf 2 Ebenen mit 2 Floors, Cocktail Bar, Chill out. Beginn: 20h/Happy Hour bis 22h

MHH Party Mittwoch 22.02.06

22 Februar, 2006 00:46

 

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