Seelen- und Hirnexhibitionismus

Freitag, Oktober 28, 2005

Lebensabschnittspartner

...ist ein Begriff, der meiner Meinung nach völlig falsch verwendet wird. Er beschreibt den Begriff Freunde viel besser, als die Personen, die man für gewöhnlich für die körperlichen sowie seelischen Streicheleinheiten hält. Gut gefällt mir auch der Begriff, den Tyler Durden in „Fight Club“ geprägt hat: portionierte Freunde.

Man hält sich Freunde für alle möglichen Lebenssituationen. Manche sind besonders gut zum weggehen. Andere sind einen vielleicht fast ein bisschen zu proletenhaft, dürfen aber auf keiner guten Party fehlen. Einige haben immer ein offenes Ohr plus guten Ratschlag für deine Probleme. Doch unter ihnen kann man noch mal unterscheiden. Denn oft ruft man genau den Freund an von dem man erwartet, dass einen seine Meinung oder Reaktion auf deine Probleme gefällt. In seltenen Optimalfall ist ein Freund für alle diese Situationen gut. Glücklicherweise habe ich von dieser Sorte einige.

Manche Freundschaften definieren sich fast ausschließlich über eine einzige Gemeinsamkeit. Das kann ein Hobby, der Beruf oder die Clique sein in der man sich trifft. Bei anderen ist es umgekehrt. Die Clique kann den einen nicht ausstehen, weshalb man betroffene Person selten sieht. Trotzdem hält es einen irgendwie zusammen. Manche Freundschaften sind so intensiv, dass man sich ein Jahr gar keinen Kontakt hat, wenn er aber wieder da ist, ist es als wär man nie getrennt gewesen. Wieder andere (weibliche) Personen nennen sich gern Freunde, weil es netter klingt als: „Ich hab kein Bock mehr auf dich!“ oder „Für mehr reicht es leider nicht, sorry.“ Selbige verabschieden sich dann gerne mit Sätzen, die sich für mich so anhören: „Wir sehen uns dann irgendwann, irgendwo an irgend einen Gott verdammten Ort.“ (natürlich nur zufällig, nie mit Absicht)

Ich komme gerade auf dieses Thema, da ich gerade für meine Party nächste Woche einlade. Da ist wirklich von jeder Sorte mindestens einer Vertreten. Diejenigen, mit denen ich schon mit Lego gespielt habe, aber auch die „einen Tag vor der Party Anrufer, fragen wer alles kommt und dann entscheiden, ob es sich für sie lohnt“ als auch die „wir müssen unbedingt mal…“ – Sager. Mir sind sie alle wichtig, nur halt zu unterschiedlich großen „Portionen“.

1 Comments:

Anonymous mcwinkel said...

Da bin ich ja mal auf die Legoisten gespannt! :)

30 Oktober, 2005 20:48

 

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