Seelen- und Hirnexhibitionismus

Montag, Oktober 24, 2005

Du bist was du guckst!

Neulich im Kino: Ich steh mit meinem Kumpel in der Schlange vor der Cinemaxx Kasse. In der Schlange neben uns steht ein Typ mitte 30, Spiesserbrille, Hasenscharte, kaum sichtbaren Flaum und Karosocken. Er war alleine. "Eine Karte für "Jungfrau, männlich,..", bitte!" Ich dachte nur: "Ja, so siehst du aus!" bzw. "Was heißt hier du willst? Du bist!" Entgegen meiner Erwartung, kam er als potenzieller Hauptdarsteller nicht umsonst rein. - "Sag mir was du guckst und ich sag dir, wie du aussiehst.", dachte ich mir.

Doch moment mal. Wenn die Theorie stimmt, was bin ich dann? Der Film, den wir uns zu Gemüte führten hatte den schier unausprechlichen Titel: "Nochnoi Dozor - Wächter der Nacht". Hieße er "Schwärmer der Nacht" hätte ich mich noch mit dem Film identifizieren können. Also wenn ich wie der Film wäre, dann würde einem beim Anschauen meinerseits schwindelig werden (verdammt viele Hardcuts). Ich wäre undurchsichtig, lückenhaft inszeniert, und vor allem ziemlich russisch. Letztere Eigenschaft ist dann wohl das, was den Film noch halbwegs interessant machte. Ein bischen exotisch halt. Ansonsten das typische Fantasy-Action einerlei ala "Underworld" oder "Constantine".

"Man, wieviel Level hätten wir in der Zeit bei WoW geschafft?", stöhnt mein Kumpel als wir das Kino verlassen.
(Mein comment bei IMDB)

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