Seelen- und Hirnexhibitionismus

Mittwoch, Oktober 12, 2005

Ach wie schön ist E-Biz!

Ich würd mich selber nie als Pedant bezeichnen, nur bei meiner Musiksammlung ist es anders. Nicht das ich den ganzen Tag Musik hören würde, aber im CD-Regal und in den Musikfiles meines Rechners muss schon Ordnung sein. Wenn ich so viel Perfektionismus auch im Studium anstreben würde, hätte ich wohl keine Probleme mehr. Da ich immer noch ne Woche Urlaub habe lasse ich mich also dazu hinreißen meine Musiksammlung in I-Tunes zu bebildern. Dazu gehe ich auf Amazon.de und Kopiere mir einfach von da aus die Album-Covers in meine Musikbibliothek. Dabei fällt mir wieder mal auf das kein Click auf dieser Seite ungestraft bleibt.

Denn Amazon’s Marketing Strategie (ich nenn sie mal „Konsumenteninformation“) erinnert mich zunehmend an den Spielberg Film Minority Report. Die Konsumentenüberwachung scheint auf den ersten Blick perfekt. Ich weiß, das ist noch kein Science-Fiction-Hokus-Pokus a la Netzhautscan oder ähnliches was mich da erkennt, sondern ein gewöhnlicher Cookie. Und klar könnte ich das unterdrücken. Unterhaltsam ist es aber schon, was mir da als für mich perfekt zusammengestelltes Konsumbündel angepriesen wird.

Demnach sollte ich mir bei einer gemütlichen Partie Playstation-Geballere („SOCOM Navy Seals“ ) aus dem neuesten Harry Potter vorlesen lassen oder beim neusten Charlotte Link-Roman („Das Haus der Schwestern“ habe ich meiner Ma mal zum Muttertag geschenkt.) den geruhsamen Tönen der neuen Limp Bizkit-Scheibe lauschen.

Da kann man doch ausnahmsweise mal froh sein, dass die Verkäufer bei Mediamarkt und Karstadt keine Ahnung von den Produkten haben, die sie Verkaufen und einen nicht bei jedem gekauften Green Day-Album auch gleich noch ne Offspring-Scheibe mit andrehen wollen.

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