Seelen- und Hirnexhibitionismus

Mittwoch, September 21, 2005

Oh danke Schatz, du hast mir eine Playlist geschenkt!

Schon oft stellte ich mir die Frage, was ich meiner Liebsten wohl schenken könnte. Besonders schwierig ist die Entscheidung, wenn das Ganze erst am Werden ist. Was vom Herzen soll es sein. Was Persönliches. Ein eine erflogreiche Beziehung führender Freund von mir schenkt seiner Maus gerne was Selbstgebasteltes - ist bisher immer gut damit gefahren.

Ich erinnere mich dabei allerdings auch an meine Kindheit, wo man gerne stolz seiner mum die Errungenschaften aus den Kunst- oder Handarbeitsunterricht unter die Nase hielt. Ich warte heute noch darauf, dass Muddern zum Geburtstag schnell ein Strichmännchen auf ein DINA4-Blatt rotz und sagt: "Hier, son Scheiß hast du mir auch immer geschenkt!"

Doch zurück zum Thema. Mein eigenes Herzblut liegt in der Musik und so hat sich so manche potenzielle Flamme schon bei den ersten Treffen mit folgenden Sätzen disqualifiziert: "Was für Musik ich höre? Mmmh, meistens Radio. Alles Mögliche halt." - Nee, das geht gar nicht! Damit sagt sie mir gleich, dass sie Schweizerin ist (sprich keine eigene Meinung hat)

Einige der Frauen, die eine passable Antwort auf die Frage rausgebracht haben hatten jedoch auch nichts Gutes zu befürchten: Eine von mir Selbstgebrannte CD mit der Musik von der ich dachte sie würde ihr gefallen. Da ich die Songs natürlich auch gut finde erschaffe ich quasi sowas wie ne Gemeinsamkeit, dachte ich mir. Doch: Geiz ist zwar, wie uns die Werbung einreden will, geil. Allerdings sind 50 Cent für nen ollen Aldisilberling doch ein bischen schäbig (egal wie hübsch bekritzelt das frisch ausgedruckte, aus dem Internet gezogene Wallpaper auch ist).

Warum also nicht gleich in I-Tunes oder Winamp ne Playlist zusammenstellen auf USB-Stick hauen und der Flamme mit den Worten "Hier für dich mein Schatz! Den USB-Stick hätt ich dann aber gerne morgen zurück!" feierlich überreichen.

2 Comments:

Anonymous mcwinkel said...

Wenn man jedoch GV erwartet, muss der MP3-Player gleich mit verschenkt werden. :)

21 September, 2005 21:40

 
Anonymous Steffen said...

Recht hat er!

Tja Jay, sagen wir es doch mit den Worten von Kettcar:
"Das Gegenteil von gut ist gut gemeint"

21 September, 2005 23:33

 

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